Ernte der Bio Baumwolle aus eigenem Cotonea Tair Trade Projekt in Kirgistan

Cotonea Bio-Baumwolle aus Kirgistan

Unsere kirgisische Bio-Baumwolle ist strahlend weiß, die Faser kräftig und reißfest.

Anbauprojekt: Kirgistan

Förderung der Bio-Bauern

2004 initiierte die Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas die Produktion und Vermarktung von Bio-Baumwolle in Kirgistan. Cotonea ist fester Partner des Projektes in Jalalabad und nimmt den größten Teil der Ernte ab. 2014 waren das 820 Tonnen, wobei der Ertrag reiner Baumwollfasern bei etwa einem Drittel dessen liegt.

  • Ernte der Bio Baumwolle per Hand in Kirgistan
    Auch in Kirgistan (korrekt Kirgisische Republik) wird die Baumwolle von Hand gepflückt. Seit der Umstellung auf zertifizierte Bio-Baumwolle im Jahr 2005 geht fast die gesamte Baumwolle des Projektes der Schweizer Hilfsorganisation Helvetas an Cotonea.
  • Kirgisische Bäuerin verkauft ihre Waren vor der eigenen Hütte
    Vor ihrer Jurte hat diese Bäuerin einen einfachen Verkaufsstand, einen Metalltisch mit einfacher Platte, aufgebaut. Es gibt in Flaschen abgefülltes Wasser, Joghurtbällchen und Boorsok, das traditionelle, frittierte Gebäck.
  • Besitzer von Pferden haben bescheidenen Wohlstand in Kirgistan
    Ein schönes, gesundes Pferd sichert bescheidenen Wohlstand. Es ist ein Transportmittel, das Treibstoff aus eigenem Anbau verträgt. Das ist gut, denn Benzin und Diesel sind knapp.
  • Stolze Bio Bauern in Kirgistan präsentieren die Bio-Baumwoll-Ernte
    Stippvisite beim Bauern mit den höchsten Erträgen und bei seiner Frau. Fragt man ihn, wie er das denn geschafft habe, antwortet er bescheiden und glückstrahlend, er habe einfach alles so gemacht, wie der Projektleiter es ihm beigebracht hat.
  • Bäuerinnen aus Kirgistan ruhen sich aus nach der Ernte der Bio Baumwolle
    Auf dem Acker neben dem Baumwollfeld warten die Helferinnen auf den Abtransport ihrer Tagesernte. Auch für diese Feldarbeit tragen sie ihre schönsten Kleider. Diese Arbeit ist keine Arbeit für Männer.
  • Lagerung der Bio Baumwolle in Kirgistan
    Einfach zwar, aber aufgeräumt und sauber ist diese Sammelstelle, zu der bei untergehender Sonne die Körbe mit den geernteten Baumwollfasern gebracht wird. Die Männer trinken Tee, die Frauen arbeiten. Niemandem käme in den Sinn, Anstoß daran zu nehmen.
  • Kirgisische Bio Bäuerinnen gehen nach der Ernte nach Hause
    Das Tagwerk ist getan, müde und zufrieden gehen die Erntehelferinnen zurück in ihr Dorf. Maschinen, Treibstoff und Kunstdünger sind knapp in Kirgistan. Ihren (organischen!) Dünger produzieren die Bio-Baumwollbauern selbst.
  • Bio Baumwolle Transport mit Auto in Kirgistan
    Gute Sicht ist nicht so wichtig wie gut genutzter Raum. Und so werden die Baumwollfasern ohne Umhüllungen wie Sack oder Tuch in Passagier- und Kofferraum gestopft. Jeder Kubikzentimeter ist gefüllt, der Fahrer ist hoffentlich geschickt.
  • Lagerung der Bio Baumwolle in Kirgistan mit dem Förderband
    Das Förderband der Saw Gin, der Entkörnungsmaschine, hat für diesen Tag aufgehört, das weiße Gold auf Berge zu häufen. Ein Abend, eine Nacht Ruhe, bevor es am nächsten Tag weitergeht.
  • In Kirgistan wird die Bio Baumwolle im eigenen Haus bewacht
    Während der Ernte wird das Bett schon mal im Lagerhaus aufgeschlagen. Dann kann man wenigstens sicher sein, dass nichts abhandenkommt.
  • Atemberaubende Landschaft und Berge in Kirgistan
    Wer nach Kirgistan reist, muss hohe Pässe überqueren und tiefe Schluchten durchfahren. Ein großer Teil des Landes liegt im Tienschan, dem Himmelsgebirge - atemberaubend, steil und zerklüftet.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion beendete 1989 die Planwirtschaft in Kirgistan. Damals zerfielen die Kolchosen in kleinbäuerliche Betriebe. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, mussten sich die Menschen neu orientieren und organisieren. Seit 2010 ist Kirgistan eine nicht sehr stabile parlamentarische Republik, Korruption ist weit verbreitet. 37 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Der Norden ist reicher als der Süden. Jalalabad liegt im Südwesten, an der Grenze zu Usbekistan. Das Klima ist extrem: Es gibt eisige Winter und sehr heiße Sommer. Die Vegetationsperiode ist sehr kurz - auch für Baumwolle.

  • Landkarte Herkunftsland Cotonea Bio-Baumwolle Kirgistan
    Landkarte von Kirgistan - Anbau der Bio-Baumwolle am Fuße des Kirgisischen Gebirges
  • Herkunftsland der Cotonea Bio Baumwolle aus Kirgistan auf der Weltkarte
    Bio-Baumwolle für Cotonea Textilien aus dem über 4.500 km entfernten Kirgistan in Asien

Es war ein kleiner Glücksfall, dass Cotonea quasi vom Start weg Partner in diesem Baumwoll-Projekt war. Zwar haben wir die ersten drei Ernten während der Umstellung nicht abgenommen, aber wir konnten unser Wissen und unsere Erfahrungen von Anfang an in das Projekt einbringen. Die erste "echte" Bio-Baumwollernte wurde dann 2007 eingebracht, Anfang 2008 an Cotonea geliefert, und sie betrug gerade einmal 40 Tonnen. Aber der Anfang war gemacht. Trotz vieler Rückschläge gelang es über die Jahre, die Qualität kontinuierlich zu verbessern und gute Bio-Baumwolle zu produzieren. Die Verlässlichkeit, mit der wir die Baumwolle abnehmen, ist ein großer Gewinn für die Bauern.

Die Reise von Deutschland dauert etwa Zwei Tage. Der Weg mit dem Auto von der kirgisischen Hauptstadt Bishkek bis Jalalabad ist lang: 600 Kilometer geht es auf der kurvenreichen M41 neun Stunden durch menschenleere Steppen. Auf Passstraßen durchquert man in einer Höhe von 3.500 Metern das fast 5.000 Meter hohe Kirgisische Gebirge. Aber diese Reise lohnt, denn so entstehen persönliche, vertrauensvolle Beziehungen zu den Bio-Bauern vor Ort, und wir bekommen eine klare Vorstellung von den Möglichkeiten, der Qualität und Reinheit unserer Bio-Baumwolle.

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